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Christliche Initiative gegen Pornosucht auf dem 13. OnlineForum

[Köln] “Pornosucht ist leider in vielen Gemeinden noch ein Tabu-Thema, unter dem neben unzähligen Männern auch immer mehr Frauen leiden”, erklärt der Vorsitzende des Vereins “Nacktetatsachen”, Phil Pöschl aus Wien. Auf dem 13. OnlineForum, das vom 22.-24. Februar 2008 in Mühlenrahmede (Altena) stattfindet, wird Pöschl ohne Beschönigung und Tabus über die Gefahren einschlägiger Internetangebote aufklären.

Die Versuchung durch Online-Pornographie ist durch die Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse und die im Internet mögliche Anonymität enorm gestiegen, überall sind selbst härteste Pornos nur einen Mausklick weit entfernt. Da viele Verantwortliche und Gemeindeleiter noch nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, sei ihnen das große Versuchungs-Potential nur unzureichend bewusst. Um die Betroffenen direkt “vor Ort” zu erreichen, arbeiten Pöschl und sein Team hauptsächlich via Internet. Mittlerweile betreibt der Österreicher zwei deutschsprachige Websites: Über www.blazinggrace.de möchte er besonders Christen, die den pornografischen Online-Angeboten erliegen, Hilfestellungen geben. Die zweite Website www.nacktetatsachen.at richtet sich mehr an Menschen, die unter ihrem Porno-Konsum leiden, und Gott noch nicht kennen gelernt haben. Aber auch hier ist Gott nicht außen vor, “denn schließlich”, so Pöschl, “ist es Gott, der einen jeden Menschen vollkommen frei machen kann.”

Das hat Philip Pöschl selbst erlebt. Obwohl er seit jeher in christlichen Gemeinden mitarbeitet, hatte er selbst lange Jahre mit Pornographie zu kämpfen: “Abends predigte ich vor Jugendlichen, nachts schaute ich mir solches Zeug im Internet an”. Unter diesem Zwiespalt litt er sehr und hatte große Schwierigkeiten, in der Gemeinde jemand zu finden, der ihm hilft. Wie Pöschl arbeitete auch seine Vorstandskollegin Ulrike Lorenz jahrelang in der Gemeinde mit, während sie gleichzeitig mit ihrer Pornosucht zu kämpfen hatte. Letztendlich haben beide Befreiung bei Gott gefunden und helfen nun, auch anderen aus der Sucht zu befreien. Dass der Bedarf riesig ist, erleben sie immer wieder bei anonymen Umfragen in Gemeinden: Etwa 50% der jungen Männer in Gemeinden geben zu in den letzten 6 Monaten aktiv Pornos angesehen zu haben, darunter Familienväter wie auch Jugendliche.

Der Zeigefinger hilft Betroffenen gar nicht, er treibt sie im Gegenteil tiefer in die Heimlichtuerei und damit in die Sucht. Immer wieder erleben sie, wie übertriebene Gesetzlichkeit ein gefährlicher Nährboden ist, weil er Betroffene noch stärker in die Heimlichkeit treibt. “Wichtig ist, dass wir Raum schaffen, dass die Menschen ihre Probleme ansprechen können, Verständnis finden und eine liebevolle Begleitung aus der Sucht bekommen. Gemeinden müssen ein sicherer Hafen werden um das Thema anzusprechen.”

Vorstandsmitglied Ulrike Lorenz ergänzt: “Wir müssen erkennen, dass auch viele Frauen Hilfe brauchen. Obwohl ich selbst in der Pornographie steckte, war ich überrascht, dass in manchen Gemeinden 10-20% der Frauen mit Pornographie kämpfen.”

Ein weiteres Anliegen ist Pöschls Frau Karina wichtig: “Mir ist es wichtig, Ehefrauen zu helfen, deren Männer pornosüchtig sind. Gerade für christliche Ehefrauen ist dies eine große Bewährungsprobe, mit den Gefühlen der Minderwertig, der Verletzung und dem Zorn umzugehen und dem Partner beim Ausstieg zu helfen.”

Anmeldungen zum 13. OnlineForum sind online unter http://forum2008.staonline.de möglich.

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